Im Jahr 2004 installierten die Stadtwerke Fellbach 14 Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 225 kW in Fellbach. Eine der Anlagen wurde als Bürgerbeteiligungsmodell ausgeführt. Sie befindet sich auf den Dächern des Verwaltungsgebäudes und Lagergebäudes der Stadtwerke. Der Bau der anderen 13 Anlagen erfolgte in Zusammenarbeit mit Kunden der Stadtwerke, die dafür ihre Dächer zu einem symbolischen Mietpreis zur Verfügung stellten.
Bürgerbeteiligung
Die Bürgerbeteiligungsanlage der Stadtwerke sollte allen Interessierten die Möglichkeit geben, ab einem geringen Einstiegsbetrag aktiv an der Nutzung der solaren Stromerzeugung zu partizipieren. Das System ist denkbar einfach. Die Anlage der Stadtwerke wurde in 1.728 Anteile á 6 Solarzellen unterteilt. 12 Anteile entsprechen einem kompletten Fotovoltaikmodul mit einer Leistung von 175 Watt. Die Beteiligung erfolgt in Form eines verlorenen Baukostenzuschusses. Den Anteilen stehen entsprechende Stromerzeugungen und Stromvergütungen gegenüber. Die Tabelle zeigt die Kosten verschiedener Varianten und die daraus resultierender jährliche Stromerzeugung sowie die Vergütung auf Grundlage des EEG:
| 1 Anteil = 6 Zellen | 1 Modul = 12 Anteile | |
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Kosten |
90,- Euro | 1.080,- Euro |
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Stromerzeugung jährlich * |
11,7 kWh | 140 kWh |
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Stromerzeugung in 20 Jahren * |
233 kWh | 2.800 kWh |
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Vergütung jährlich , netto * |
6,70 Euro | 80,36 Euro |
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Vergütung in 20 Jahren * |
134,- Euro | 1.607,- Euro |
* geschätzte Zahlen für das Auslegungsjahr alle Angaben ohne Gewähr
Im ersten Betriebsjahr hat die Fotovoltaikanlage etwa 10 % mehr Strom erzeugt als geplant. Entsprechend höher fiel die Vergütung für die Teilhaber aus.
Ein Display im Foyer der Stadtwerke informiert laufend über die aktuelle Leistung sowie die Stromerzeugung und CO2-Vermeidung seit der Inbetriebnahme.
Unterhalb des Displays informiert eine Fördertafel darüber wer sich an dem Betrieb der Fotovoltaikanlage beteiligt hat. Etwa ¾ der Anteile sind bereits vergeben, ¼ halten die Stadtwerke.
Wer sich an der Fotovoltaikanlage der Stadtwerke Fellbach GmbH beteiligen möchte, kann hier weitere Informationen anfordern.
Fotovoltaikanlagen auf Kundendächern
Im Jahr 2004 erreichte die Vergütung von Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz seinen Höhepunkt. Die Stadtwerke Fellbach beschlossen daraufhin, Fotovoltaikanlagen im Wert von bis zu einer Million Euro im Jahr 2004 zu bauen. Da durch die Änderung des EEG Kostensteigerungen und eine Verknappung der Komponenten der Fotovoltaikanlagen zu befürchten war, deckte sich die Stadtwerke bereits im Frühjahr mit sämtlichen Komponenten ein, die zum Bau von Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 200 kW notwendig waren.
Im Laufe des Jahres fanden eine Vielzahl von Gesprächen mit Kunden der Stadtwerke über die Anmietung von Dachflächen statt. Eine große Anzahl von Interessenten bemühte sich um die Anlagen der Stadtwerke, letztlich konnten 13 Anlagen realisiert werden, die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt sind:
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Fotovoltaik Anlagen auf Kundendächern | |
| Pflüger-Elo GmbH | 13,86 kW |
| Blechbearbeitung Hocker GmbH | 17,49 kW |
| Wittenstein bastian | 29,70 kW |
| Buchbinderei Schmidgall | 17,33 kW |
| Aldinger Mineralöle GmbH | 17,33 kW |
| Eichner + Rombold GmbH | 17,33 kW |
| Friz Metallbau AG | 10,40 kW |
| Kreissparkasse Waiblingen | 6,93 kW |
| Rieger Schallschutz GmbH + Co. | 10,40 kW |
| Schreinerei + Ladenbau Specht GmbH | 6,93 kW |
| Stadt Fellbach, Gustav-Stresemann-Gymnasium | 27,72 kW |
| Süddeutsche Krankenversicherung | 10,40 kW |
| Stadt Fellbach, Zeppelinschule | 13,86 kW |
| Summe Kundendächer | 199,66 kW |
Die 13 Anlagen auf Kundendächern werden voraussichtlich 180.000 kWh Strom jedes Jahr erzeugen und dabei etwa 94 Tonnen CO2 jährlich vermeiden.
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Einweihung der ersten Fotovoltaikanlage der SWF und Verleihung der Beteiligungsurkunden. |


